DIE MEDITATION DES VOLLEN GEWAHRSEINS

Die Meditation des vollen Gewahrseins ist eine von Dr. Danis Bois entwickelte Wegbeschreibung zum vollen Gewahrsein seiner Selbst. Zu einer Art Fülle der Lebenskraft in sich.

(Artikel von Danis Bois, zu finden unter www.AEMF.info- unter Publikationen)

Diese Meditation wird in regungsloser entspannter Sitzposition angeleitet. Auf dem Stuhl.

Sie ist ein leicht erlernbarer und entfaltender Weg, der uns an den Ort in uns führt, wo wir in Beziehung mit der inneren Bewegung (Bewegung des Lebens) empfinden können. Es erscheinen oft eine Stille und Tiefe. Es ist der Ort des Friedens, des Wohlgefühls und des augehoben seins, in uns.

Wir lernen, uns in unsere Innerlichkeit zu entspannen, ohne die üblichen Bemühungen aufzurufen. Wir gelangen Schritt für Schritt in eine neue Gegenwärtigkeit und Präsenz von uns selbst.

Stille, Frieden und die Bewegung des Lebens werden spürbar in unserem Körper. Sie lassen uns Informationen erfassen (das Denken ist in unseren Meditationen ein Objekt der Forschung), die im Alltag, im Alltagsstress keine Chance haben, zu uns zu gelangen.

 

Dieser Ort des bewegten und erfüllten Lebens in uns aufzusuchen, gibt uns stets die Informationen, die wir gerade für den nächsten Schritt in unserem Leben brauchen. Hier ist der Platz für unser eigenes warmes und menschliches Empfinden.

 

" Alles was lebt, will wachsen"  Sylvie Rosenberg

 

 

Bluthochdruck, Nervosität, Stress im Körper oder im Denken, verändern sich nach einer 20 minütigen Meditation in mehr Ruhe oder Klarheit, Entspannung oder Belebtheit.

Diese Meditation kann erlernt werden, durch eine progressive pädagogische Anleitung.

Sie können mit mir die

a) aktive Meditation

b) die Atemmeditaion und

c) die Meditation des vollen Gewahrseins praktizieren und

d) Ein achtwöchiges Lernprogramm: wie kann ich meditieren lernen und von meiner Meditation lernen?

Im POEBRA Programm meditieren lernen. Unter AKTUELLES auf meiner og. Rubirk erklärt und beschrieben.

 Die Kenntnismeditation: eine auf Erfahrung beruhende Bildungsmaßnahme, sie ist eine Kombination aus Vortrag und Meditation.

Für die

*Verbesserung des Selbstwertbewusstseins

*Veränderung des Wohlwollens sich selbst und anderen gegenüber

*Verbesserung von Ängstlichkeit

 

AKTUELLES:

MEDITIEREN LERNEN UND VON UNSERER MEDITATION LERNEN

IM POEBRA PROGRAMM

 

 

 

 

 ORIGINALFORSCHUNGSARTIKEL

 

Studie zur Wirksamkeit des achtwöchigen POEBRA Programms

**Front. Psychol., 02. Juli 2026**
Sektion: Positive Psychologie
Band 17 – 2026 | https://doi.org/10.3389/fpsyg.2026.1833806

## Erlernen der Full-Presence-Meditation mittels POEBRA: Auswirkungen auf Selbstwertgefühl, Wohlwollen und Angst

**Anne Lieutaud\*, Helene Bourhis**

Institute for Research, Innovation and Development (FP-I3ID) / Centre for Applied Research and Study on Perceptual Psychoeducation (CERAP), Universität Fernando Pessoa, Porto, Portugal

**Artikelmetriken:** 722 Aufrufe · 33 Downloads

---

 Zusammenfassung

**Einleitung:** Meditation hat sich als förderlich für die psychische Gesundheit erwiesen, doch beim autonomen Praktizieren können Schwierigkeiten auftreten, insbesondere bei Menschen mit einer Neigung zu Angst oder geringem Selbstwertgefühl. Das POEBRA-Programm (Programme d'Optimisation de l'Estime de soi, de la Bienveillance et de la Réduction de l'Anxiété – Programm zur Optimierung von Selbstwertgefühl und Wohlwollen und zur Reduktion von Angst) wurde entwickelt, um das Erlernen der Meditation durch einen strukturierten, körperbezogenen und angeleiteten Ansatz auf Grundlage der Full-Presence-Meditation zu erleichtern. Diese Studie untersuchte die Wirkungen auf das psychoaffektive Funktionieren bei Meditationsanfängern im Vergleich zu einer unangeleiteten, stillen Praxis.

**Methode:** In dieser randomisierten, kontrollierten Parallelgruppenstudie wurden 137 unerfahrene Teilnehmende entweder einer achtwöchigen POEBRA-Sitzungsreihe (G1) oder einer unangeleiteten Stillebedingung (G2) zugewiesen. Die Teilnehmenden füllten vor und nach der Intervention fünf validierte Selbstauskunftsskalen aus: Rosenbergs RSES, Neffs SCS, Spielbergers STAI-Y2, Crawfords PANAS und Mehlings MAIA-2. Die Unterschiede zwischen den Gruppen in Bezug auf die Prä-Post-Veränderungen wurden mittels Welch-t-Tests analysiert, ergänzt durch ANCOVA- und Korrelationsanalysen.

**Ergebnisse:** Die Abschlussquoten waren hoch (61/69 in G1 und 64/68 in G2). Im Vergleich zur Stille führte POEBRA zu signifikant größeren Verbesserungen in allen psychometrischen Dimensionen (alle p < 0,001, außer PANAS-NA mit p = 0,015). Die größten Gruppenunterschiede zeigten sich bei der Trait-Angst (Δ = −8,1; d = 1,05), beim Selbstwertgefühl (Δ = +3,6; d = 0,93), beim Selbstmitgefühl (Δ = +0,53; d = 0,91) und bei der interozeptiven Wahrnehmung (Δ = +0,54; d = 0,88). Der positive Affekt nahm unter POEBRA zu (Δ = +4,1; p = 0,0002), während der negative Affekt moderater abnahm. Korrelationsanalysen zeigten in der POEBRA-Gruppe eine kohärente innere Dynamik: eine Verringerung der Angst ging mit einem höheren Selbstwertgefühl und mehr Selbstmitgefühl einher (r = –0,64 bzw. r = –0,68, beide p < 0,001), während die Veränderungen in der Stille-Gruppe diffuser ausfielen.

**Diskussion:** Die Ergebnisse bestätigen, dass POEBRA das Selbstwertgefühl und das Selbstmitgefühl stärkt und gleichzeitig Angst und emotionale Belastung reduziert. Der Fokus auf Körperwahrnehmung, angeleitete Reflexion und relationale Unterstützung scheint eine kohärente psychoaffektive Transformation durch verkörperte Selbstregulation zu fördern. Diese Befunde stehen im Einklang mit früheren Forschungsarbeiten zur Rolle von Interozeption und Wohlwollen bei der emotionalen Integration und beim Selbstvertrauen. Einschränkungen bestehen in der Abhängigkeit von Selbstauskunftsmaßen und einer überwiegend weiblichen Stichprobe.

**Schlussfolgerung:** POEBRA bietet einen strukturierten, körperzentrierten pädagogischen Rahmen, der emotionale Stabilität, Wohlwollen und Selbstvertrauen durch Full-Presence-Meditation fördert. Durch die Integration von sensorischer Aufmerksamkeit, reflektierender Anleitung und relationalem Coaching bietet es einen zugänglichen Ansatz zur Kultivierung verkörperter Selbstregulation in nichtklinischen Populationen.

---

 Einleitung

Achtsamkeitsbasierte Meditationspraktiken haben in westlichen Ländern breite Popularität erlangt und finden mittlerweile über den klinischen Bereich hinaus Anwendung, etwa in Wirtschaft und Bildung. Die wissenschaftliche Literatur hat ihre positiven Auswirkungen auf die psychische Gesundheit ausführlich dokumentiert.

Meditation wird häufig als einfache und leicht zugängliche Praxis wahrgenommen. In der Realität fällt es jedoch vielen Menschen schwer, wirksam zu meditieren. Während der Meditation können verschiedene Schwierigkeiten und sogar unerwünschte Nebenwirkungen auftreten, etwa unangenehme Empfindungen, schwankende Aufmerksamkeit, Frustration über nicht erfüllte Erwartungen oder negative selbstbewertende Gedanken. Für Menschen mit einer Neigung zu Angst oder geringem Selbstwertgefühl kann das Erreichen eines gelungenen Meditationszustands besonders herausfordernd sein.

Die Forschung zu den Schwierigkeiten beim Erlernen von Meditation ist nach wie vor relativ spärlich. Unter den jüngsten Beiträgen wurde eine Reihe möglicher unerwünschter Erfahrungen identifiziert, darunter Überstimulation, verstärkte Angst, Furcht, Schlaflosigkeit, emotionale Instabilität sowie Über- oder Untersensibilität. Um solchen Schwierigkeiten entgegenzuwirken, betonen mehrere Autoren die Bedeutung einer konsequenten Praxis unter geeigneten Bedingungen, unterstützt durch eine kontinuierliche, angeleitete Ausbildung durch qualifizierte Fachpersonen.

Empirische Arbeiten zu introspektiven, körperzentrierten Ansätzen – die eine bewusste Beziehung zur körperlichen Wahrnehmung fördern – haben vielversprechende Perspektiven für den Umgang mit psychoaffektiven Schwierigkeiten wie Angst, geringem Selbstwertgefühl und vermindertem Wohlwollen sich selbst gegenüber eröffnet.

Das Programm zur Optimierung von Selbstwertgefühl und Wohlwollen und zur Reduktion von Angst (POEBRA) wurde 2020 entwickelt, um Menschen mit Schwierigkeiten im Bereich Angst, Selbstwertgefühl oder Wohlwollen den Zugang zur Meditation zu erleichtern. POEBRA verbindet kognitive, metakognitive und psychoaffektive Ansätze, um die persönliche Transformation durch Körperwahrnehmung zu unterstützen. Das Programm basiert auf der Full-Presence-Meditation, einer aus der DBM-Fasziatherapie abgeleiteten Methode, und verfolgt einen doppelten Zweck: erstens das Erlernen der Meditation zu erleichtern, indem das Selbstwertgefühl gestärkt und Wohlwollen sich selbst gegenüber gefördert wird, während gleichzeitig Angst gelindert wird; und zweitens eine tiefere persönliche Transformation durch die synergetische Modulation dieser drei Merkmale zu fördern.

Die drei zentralen Konstrukte von POEBRA werden in der vorliegenden Studie wie folgt operationalisiert. Full-Presence bezeichnet eine meditative Praxis, die aus der DBM-Fasziatherapie abgeleitet ist und die körperliche und sensorische Wahrnehmung – anstelle der aufmerksamkeitsbezogenen Beobachtung – in den Mittelpunkt des meditativen Prozesses stellt; verwurzelt in der Wahrnehmungsphänomenologie von Merleau-Ponty, betrachtet sie den Körper als primären Vektor der Selbsterkenntnis und inneren Transformation. Wohlwollen wird über Neffs Self-Compassion Scale (SCS) operationalisiert, insbesondere über die Subskala „Selbstfreundlichkeit", welche die Disposition misst, sich selbst mit Wärme und Verständnis statt mit Selbstkritik zu begegnen. Verkörperte Selbstregulation bezeichnet die Fähigkeit, innere körperliche Signale zu erkennen und adaptiv darauf zu reagieren; sie wird durch die Multidimensional Assessment of Interoceptive Awareness, Version 2 (MAIA-2) erfasst, deren Dimensionen Selbstregulation, Körperzuhören und Vertrauen die Modulation affektiver Zustände durch interozeptive Aufmerksamkeit widerspiegeln.

Obwohl POEBRA mit MBSR die achtwöchige Struktur teilt – eine bewusste Angleichung, um künftige Vergleichsforschung zu erleichtern – sowie die Betonung einer nicht-wertenden Wahrnehmung, unterscheidet es sich in drei messbaren Aspekten von etablierten achtsamkeitsbasierten Interventionen. Erstens liegt der primäre therapeutische Fokus auf der psychoaffektiven Trias aus Selbstwertgefühl, Wohlwollen und Angst, statt auf Stress oder klinischen Symptomen wie bei MBSR und MBCT. Zweitens folgt die pädagogische Architektur einer strukturierten Progression vom Faktischsten zum Subjektivsten, angeordnet in vier Stufen: Stufe 1 schlägt leicht durchführbare, faktenbasierte Übungen vor; Stufe 2 betont die Beziehung zwischen Empfindung und Subjektivität; Stufe 3 lädt die Teilnehmenden ein, innere Bewegung und Veränderungen im inneren Milieu zu erkunden; Stufe 4 testet die Fähigkeit, ohne Anleitung zu meditieren und die zentralen Informationen der Woche zu integrieren. Diese Progression wird dadurch ermöglicht, dass die verbale Anleitung so angeordnet ist, dass die Instruktionen der Reihe nach auf die prozeduralen Fähigkeiten, den kognitiven, den metakognitiven und schließlich den psychoaffektiven Bereich abzielen – ein Design, das bei MBSR und MBCT fehlt. Drittens beruht die theoretische Grundlage auf dem Primat der sensorisch-perzeptiven Erfahrung – dem Körper als primärem Vektor der Selbsterkenntnis –, abgeleitet aus der DBM-Fasziatherapie und der Wahrnehmungsphänomenologie von Merleau-Ponty, statt auf Modellen der Aufmerksamkeitsüberwachung oder der kognitiven Dezentrierung.

Ziel unserer Studie war es, bei Meditationsanfängern die Vorteile des POEBRA-Programms im Vergleich zu einer unangeleiteten, stillen Praxisbedingung hinsichtlich Selbstwertgefühl, Wohlwollen und Angst zu bewerten. Dieses zweiarmige, randomisierte Parallelgruppen-Studiendesign beruhte auf einer quantitativen, längsschnittlichen, prospektiven Bewertungsmethode unter Verwendung von fünf psychometrischen Selbstauskunftstests, um die Ergebnisse vor und nach der achtwöchigen Intervention zu vergleichen.

---

Material und Methoden

Design und Teilnehmende

Die Studie folgte einem randomisierten kontrollierten Design mit zwei Parallelgruppen: einer experimentellen Gruppe, die die POEBRA-Intervention erhielt, und einer aktiven Vergleichsgruppe, die eine autonome, unangeleitete stille Praxis durchführte. Die Erhebungen erfolgten zu Beginn (W0) und nach acht Wochen (W8) mittels validierter psychometrischer Fragebögen.

Diese Forschung wurde im Juli 2021 von der Ethikkommission der Universität Fernando Pessoa, Portugal, genehmigt. Alle Teilnehmenden unterzeichneten vor Beginn des untersuchten Programms eine Einverständniserklärung.

Die Teilnehmenden wurden über Massen-E-Mails und soziale Netzwerke mittels eines Online-Fragebogens rekrutiert. Die Einschlusskriterien lauteten: volljährig und französischsprachig sein (die Sprache unseres Labors innerhalb der UFP); den Wunsch haben, mit einem Programm zu meditieren zu lernen, das auf die Optimierung von Selbstwertgefühl, Wohlwollen und die Reduktion von Angst ausgerichtet ist; keine regelmäßige Praxis irgendeiner Meditationsform ausüben (weniger als einmal pro Monat); nicht regelmäßig (weniger als einmal pro Monat) von Ansätzen betreut werden, die eine erklärte Nähe zur Full-Presence-Meditation aufweisen; während der Studiendauer keine neue Form körperlicher oder psychologischer Praxis beginnen. Der Online-Fragebogen enthielt zudem Fragen zu aktueller psychologischer oder psychiatrischer Betreuung sowie zur Einnahme von Psychopharmaka; keine der Antworten gab Anlass zu Bedenken, die mit dem Studienprotokoll unvereinbar gewesen wären. Das Screening beruhte auf Selbstauskunft der Teilnehmenden und wurde nicht durch eine standardisierte klinische Beurteilung untermauert.

Die Teilnehmenden wurden mittels einer eindeutigen, mit der Excel-Funktion RAND() erzeugten Zufallszahlenfolge nach dem Zufallsprinzip zwei Studiengruppen (G1 und G2) zugewiesen. Innerhalb jeder Gruppe wurden die Teilnehmenden nach dem Zufallsprinzip in acht gleich große Untergruppen aufgeteilt, die jeweils zufällig der Betreuung durch eine der acht ehrenamtlich für die Studie rekrutierten Kursleitungen zugewiesen wurden. Die Gruppenzuteilung wurde beim Auftakttreffen im Anschluss an die Ausgangserhebungen bekanntgegeben. Aufgrund der Art der Intervention und terminlicher Einschränkungen waren Verblindung und Geheimhaltung der Zuteilung nicht möglich.

 Das POEBRA-Programm

Das POEBRA-Programm ist eine achtwöchige strukturierte Ausbildung, die darauf ausgelegt ist, Selbstwahrnehmung und emotionale Regulation durch Full-Presence-Meditation zu fördern. Es kombiniert tägliche angeleitete Meditationen, körperzentrierte Wahrnehmungsübungen und wöchentliche Reflexionsgespräche unter Leitung zertifizierter, in DBM-Fasziatherapie ausgebildeter Kursleitender, gemäß einer progressiven pädagogischen Abfolge, die auf Aufmerksamkeit, Interozeption und Selbstmitgefühl abzielt. Jede wöchentliche Sitzung dauerte 90 Minuten. Zwischen den Sitzungen hatten die Teilnehmenden Zugang zu einer E-Learning-Plattform mit angeleiteten Audiomeditationen, theoretischen Modulen und Selbstbeobachtungsübungen zur Unterstützung ihrer täglichen autonomen Praxis. Diese digitale Umgebung gewährleistete die Standardisierung der Inhalte, die Kontinuität des Lernens und eine individualisierte Begleitung. Die Kursleitenden wurden aus dem internationalen Register zertifizierter POEBRA-Kursleitender ausgewählt und erhielten eine zusätzliche Schulung, um die Protokolltreue sicherzustellen. Die Teilnahmetreue und die Sitzungspräsenz wurden während der gesamten Studie überwacht, um die Exposition gegenüber der Intervention zu kontrollieren. Ein Beispiel für eine angeleitete Full-Presence-Meditationssequenz findet sich im Zusatzmaterial S1 sowie auf der persönlichen Seite von Prof. Danis Bois.

 Stichprobengröße

Die Studie wurde auf Basis des primären Endpunkts (Veränderung des STAI-Y2 vom Ausgangswert bis Woche 8) mit ausreichender Power ausgelegt: Unter der Annahme einer moderaten standardisierten mittleren Differenz zwischen den Gruppen von d = 0,50 (zweiseitiges α = 0,05, 80 % Power, 1:1-Zuteilung) ergab sich eine erforderliche Stichprobengröße von 63 Teilnehmenden pro Gruppe (N = 126). Unter Berücksichtigung einer erwarteten Abbruchrate von 10 % wurde die Zielstichprobengröße auf 140 Teilnehmende festgelegt.

 Psychometrische Selbstauskunftstests

Die Bewertung konzentrierte sich auf fünf psychometrische Selbstauskunftsskalen: Trait-Angst (STAI-Y2), Selbstwertgefühl (RSES-10), Selbstmitgefühl (SCS), affektive Balance (PANAS) und interozeptive Körperwahrnehmung (MAIA-2).

Der primäre Endpunkt war die Veränderung der Trait-Angst (STAI-Y2, W8–W0), die die postulierte Reduktion der ängstlichen Disposition nach der Intervention widerspiegelt. Die Veränderungen der übrigen Skalen (RSES-10, SCS, PANAS und MAIA-2) wurden als sekundäre Endpunkte definiert. Alle psychometrischen Instrumente wurden den Teilnehmenden zu Studienbeginn (W0) vor der Randomisierung sowie nach der achtwöchigen Interventionsphase (W8) vorgelegt.

Die Trait-Angst wurde mit Spielbergers State-Trait-Angstinventar (STAI, Y-Form) gemessen. Die Trait-Angst-Skala (STAI-Y2) besteht aus 20 Items, die auf einer 4-Punkte-Likert-Skala die Häufigkeit allgemeiner Gefühle erfassen (1 = fast nie, 2 = manchmal, 3 = oft, 4 = fast immer). Die Skala ergibt einen Gesamtwert zwischen 20 und 80. Ein hoher Wert weist auf eine ausgeprägte Angstneigung hin.

Das Selbstwertgefühl wurde mit der Rosenberg-Selbstwertskala (RSES) erfasst. Sie basiert auf 10 Items, die auf einer 4-Punkte-Likert-Skala die Selbsteinschätzung mit einem gewissen impliziten Vergleich zu anderen bewerten. Die Skala ergibt einen einzigen Gesamtwert zwischen 10 und 40, wobei höhere Werte für ein positiveres Selbstwertgefühl stehen.

Selbstmitgefühl, das ausschließlich auf einer wohlwollenden Beziehung zu sich selbst beruht, wurde mit Neffs Self-Compassion Scale (SCS) erfasst, die 26 Items auf einer 5-Punkte-Likert-Skala (fast nie bis fast immer) umfasst. Sie bewertet drei bipolare Dimensionen des Selbstmitgefühls (6 Subskalen). Der Gesamtwert für Selbstmitgefühl ist der Gesamtdurchschnitt der sechs Subskalenmittelwerte und liegt zwischen 1 und 5, wobei ein höherer Wert mehr Selbstmitgefühl anzeigt.

Emotionale Stimmungstendenzen wurden mit dem Positive and Negative Affect Schedule (PANAS) erfasst. Er umfasst 20 Adjektive (10 positive, 10 negative), die auf einer 5-Punkte-Skala (sehr gering oder gar nicht bis äußerst) bewertet werden. Der PANAS-Wert wird in einen Positive-Affect-Wert (PA) und einen Negative-Affect-Wert (NA) unterteilt, die jeweils zwischen 10 und 50 liegen, wobei ein höherer Wert eine stärkere Tendenz zu positivem bzw. negativem Affekt anzeigt.

Die interozeptive Wahrnehmung wurde mit der Multidimensional Assessment of Interoceptive Awareness, Version 2 (MAIA-2) erfasst, einer Selbstauskunftsskala mit 37 Items auf einer 6-Punkte-Likert-Skala (0 = nie bis 5 = immer). Die achtfaktorielle Struktur erfasst Dimensionen der Körperwahrnehmung, Aufmerksamkeit und Zuversicht. Zum Zeitpunkt der Studienplanung lag keine validierte französische Übersetzung des MAIA-2 vor. Die auf der institutionellen Website von Mehling verfügbare vorläufige französische Übersetzung wies mehrere bedeutsame Fehlübersetzungen auf; diese wurden systematisch anhand des theoretischen Rahmens jeder Subskala korrigiert, unter bestätigender Mitwirkung einer englischen Muttersprachlerin mit somatisch-psychoedukativer Expertise. Nach Abschluss der Datenerhebung wurde eine validierte französische Adaptation des MAIA-2 an einer nichtklinischen, französischsprachigen erwachsenen Stichprobe veröffentlicht. Die Übereinstimmung wurde durch einen Item-für-Item-Vergleich überprüft; die Mehrheit der Items war identisch oder wies nur geringfügige lexikalische Varianten auf, die übrigen verwendeten eine semantisch äquivalente Formulierung im Rahmen der jeweiligen Subskala. Der entsprechenden Empfehlung folgend wurde ein Gesamtwert als Mittelwert aus sechs der acht Faktoren berechnet, der zwischen 0 und 5 liegt. Höhere Werte entsprechen einer stärkeren Wahrnehmung körperlicher Empfindungen. Die interne Konsistenz war über alle Faktoren hinweg ausgezeichnet (Cronbachs α = 0,77–0,88).

Statistische Analysen

Es wurden ausschließlich quantitative Daten erhoben und analysiert. Über 20.000 Einträge wurden in drei Dateien organisiert (Soziodemografie, Wochentagebücher und Psychometrie), gemäß den entsprechenden Empfehlungen bewertet und bereinigt: Dateneingabefehler wurden korrigiert, wenn der Fehlermechanismus rekonstruierbar war (36 Ausreißer wurden auf Grundlage der wöchentlichen Erfahrungstagebücher korrigiert, 18 Korrekturen betrafen systematische Fehler aufgrund eines Artefakts des Online-Fragebogen-Erhebungsinstruments usw.); ein unersetzlicher Datenpunkt (ein technischer Vorfall bei der Erfassung eines Dateneintrags), der für den Datensatz von Bedeutung war (eine der fünf Selbstauskunftsskalen bei W0 einer Person, die tatsächlich den gesamten Kurs absolviert hatte), wurde durch den Mittelwert von Personen mit denselben soziodemografischen Merkmalen ersetzt, gemäß dem „Hot-Deck-Imputations"-Prinzip von Chin und Lee.

Die Veränderungen W8–W0 innerhalb der Gruppen bei den sechs psychometrischen Ergebnisgrößen wurden mittels gepaarter Welch-t-Tests bewertet, und paarweise Zusammenhänge zwischen diesen Veränderungen innerhalb jeder Gruppe wurden mittels Spearmans Rangkorrelationskoeffizienten (ρ) untersucht. Beide Tests wurden aufgrund ihrer Robustheit gegenüber Ausreißern und möglicher Nicht-Normalität der W8–W0-Differenzwerte den parametrischen Alternativen vorgezogen. Die Kontraste zwischen den Gruppen bei denselben Ergebnisgrößen wurden mittels Kovarianzanalyse (ANCOVA) geschätzt, mit dem Modell (W8–W0) ~ W0 + Gruppe, wobei der Gruppeneffekt als geschätzte Randmittel-Differenz (Estimated Marginal Mean, EMM) mit dem zugehörigen 95%-Konfidenzintervall berichtet wird. Die den Korrelationen zugrunde liegende multivariate Struktur wurde zusätzlich mittels Hauptkomponentenanalyse (PCA) untersucht (Zusatzmaterial S2). Die Holm-Bonferroni-Schrittkorrektur wurde innerhalb jeder Familie zusammengehöriger Tests bei einem familienweisen α von 0,05 angewendet. Die Robustheit des Gruppeneffekts gegenüber einer Altersadjustierung wurde durch Sensitivitätsanalysen überprüft (Zusatzmaterial S3).

Die Effektstärken wurden mittels Cohens d berechnet, definiert als die Mitteldifferenz geteilt durch die gepoolte Standardabweichung. Gemäß üblichen Schwellenwerten wurden Werte von 0,2, 0,5, 0,8 und über 1,0 jeweils als kleiner, mittlerer, großer bzw. sehr großer Effekt interpretiert. Spearman-Korrelationen wurden als schwach (|ρ| < 0,30), moderat (0,30 ≤ |ρ| < 0,50) oder stark (|ρ| ≥ 0,50) interpretiert.

Der minimal klinisch relevante Unterschied (Minimal Clinically Important Difference, MCID) wurde für jede psychometrische Variable geschätzt, um die Analysen der statistischen Signifikanz zu ergänzen. Die MCID-Schwellenwerte wurden als 0,5 × die Ausgangsstandardabweichung jeder Skala definiert, entsprechend der für psychologische Messgrößen empfohlenen verteilungsbasierten Methode. Teilnehmende, deren individuelle Veränderung (Δ W8–W0) diesen Schwellenwert überschritt, wurden als klinisch bedeutsam verbessert eingestuft. Der Anteil der „Responder" pro Gruppe wurde anschließend mittels χ²-Tests verglichen, und die resultierenden Klassenverteilungen werden grafisch dargestellt.

Alle Analysen wurden mit R (Version 4.1.0) durchgeführt, wobei ein zweiseitiges Signifikanzniveau von p < 0,05 festgelegt wurde. Geschätzte Randmittel und Konfidenzintervalle wurden mit dem Paket emmeans berechnet; die Hauptkomponentenanalyse mit FactoMineR und factoextra; partielle Spearman-Korrelationen mit ppcor. Grafische Darstellungen (Boxplots, Korrelationsmatrizen, PCA-Biplots) wurden mit den Paketen ggplot2 und FactoMineR erstellt. Der anonymisierte Datensatz sowie die für die statistischen Analysen verwendeten R-Skripte sind zu Forschungs- und Überprüfungszwecken frei zugänglich, im Einklang mit den ethischen Standards und Datenschutzstandards (siehe Erklärung zur Datenverfügbarkeit).

---

 Ergebnisse

Ziel der Studie war es, die Auswirkungen von POEBRA auf Angst, Selbstwertgefühl und Selbstmitgefühl bei nichtklinischen Meditationsanfängern zu messen und die möglichen Vorteile der Interozeption als Lernunterstützung zu untersuchen.

 Rekrutierung

Die Studie fand zwischen Januar und März 2022 statt. Insgesamt wurden nach dem Screening 137 Teilnehmende gemäß dem Intention-to-treat-Prinzip randomisiert (vgl. Abbildung 1). 69 wurden der Versuchsgruppe (POEBRA) zugewiesen, 68 der Kontrollgruppe. Die Gruppe G2, die einer einfachen, nicht angeleiteten Stille ausgesetzt war, diente als aktive Kontrollgruppe für die Interventionsgruppe G1.

**Abbildung 1**

Bei Studienabschluss hatten 61 Teilnehmende der Versuchsgruppe und 64 der Kontrollgruppe alle Studienerhebungen abgeschlossen. Die Gründe für den Nicht-Einschluss werden, soweit zutreffend, näher erläutert. In Gruppe 1 verteilte sich der Studienabbruch über die acht Wochen etwa gleichmäßig auf Personen, die Schwierigkeiten mit dem erforderlichen Zeitaufwand und Engagement hatten, und Personen, die die Teilnahme einfach einstellten (aus dem Blickfeld verloren). In Gruppe 2 setzte sich der Studienabbruch aus Abbrüchen und verlorenem Kontakt zusammen.

### Soziodemografische Daten

Die Mehrheit der Teilnehmenden waren Frauen (n = 110, 80 %) (vgl. Tabelle 1). Das Durchschnittsalter der Teilnehmenden betrug 46,7 Jahre, SD ± 11,1 Jahre, [20–70]. Die Altersverteilung unterschied sich nicht zwischen den beiden Gruppen.

**Tabelle 1**

| Merkmal | Untermerkmal | Gesamtstichprobe (n = 137) | | Gruppe G1 (n = 69) | | Gruppe G2 (n = 68) | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| | | Anteil (Anzahl) | MW ±SD | Anteil (Anzahl) | MW ±SD | Anteil (Anzahl) | MW ±SD |
| Geschlecht | Männlich | 19,7 % (n = 27) | | 14,5 % (n = 10) | 44,0 Jahre ±9,8 | 25 % (n = 17) | 45,1 Jahre ±12,2 |
| | Weiblich | 80,3 % (n = 110) | | 85,5 % (n = 59) | 47,2 Jahre ±10,6 | 75 % (n = 51) | 46,3 Jahre ±11,8 |
| | Andere | | | | | n = 1 | 23,0 Jahre |
| Alter | | 46,4 Jahre ±11,1 | | 46,8 Jahre ±10,5 | | 46,0 Jahre ±11,8 | |
| Anzahl der Ausbildungsjahre | | 15,4 ± 2,0 | | 15,3 ± 2,3 | | 15,4 ± 2,4 | |
| Bildungsniveau | Keine höhere Bildung | 18,2 % (n = 25) | 11,7 ± 0,8 | 20,3 % (n = 14) | 11,9 ± 0,5 | 16,2 % (n = 11) | 11,5 ± 0,9 |
| | 2 Jahre höhere Bildung | 34,3 % (n = 47) | 14,5 | 30,4 % (n = 21) | 14,5 | 38,2 % (n = 26) | 14,5 |
| | Master oder höher | 47,4 % (n = 65) | 17,4 ± 1,1 | 49,3 % (n = 34) | 17,3 ± 1,0 | 45,6 % (n = 31) | 17,6 ± 1,2 |
| Familienstand | In Partnerschaft | 57,7 % (n = 79) | | 58,0 % (n = 40) | | 57,4 % (n = 39) | |
| | Alleinstehend | 28,5 % (n = 39) | | 24,6 % (n = 17) | | 32,4 % (n = 22) | |
| | Alleinerziehend | 13,9 % (n = 19) | | 17,4 % (n = 12) | | 10,3 % (n = 7) | |

*Soziodemografische Merkmale der Teilnehmenden.*

### Veränderungen der wichtigsten psychometrischen Werte

Die inferenzstatistischen Analysen wurden in vier vorab festgelegte Testfamilien gegliedert, die jeweils unterschiedliche Forschungsfragen behandelten: (F1) Veränderungen W8–W0 innerhalb der Gruppe G1; (F2) Veränderungen W8–W0 innerhalb der Gruppe G2; (F3) ANCOVA-Kontraste zwischen den Gruppen bezüglich (W8–W0), modelliert als (W8–W0) ~ W0 + Gruppe, wobei der Gruppeneffekt als geschätzte Randmittel-Differenz (EMM) mit dem zugehörigen 95%-Konfidenzintervall berichtet wird; und (F4) Spearman-Rangkorrelationen zwischen den W8–W0-Veränderungen für die 15 eindeutigen Ergebnispaare, berechnet innerhalb jeder Gruppe. Die Holm-Bonferroni-Schrittkorrektur wurde innerhalb jeder Familie bei einem familienweisen α von 0,05 angewendet. Eine vollständige Tabelle der Roh- und Holm-korrigierten p-Werte für die vier Familien findet sich im Zusatzmaterial S4. Um zu überprüfen, dass der primäre Gruppeneffekt auf STAI-Y2 – sowie die entsprechenden Effekte auf die fünf sekundären Endpunkte – nicht durch das Alter konfundiert sind, wurden drei ergänzende Sensitivitätsanalysen durchgeführt (siehe Zusatzmaterial S3): eine altersadjustierte ANCOVA, ein explorativer Test der Interaktion Gruppe × Alter sowie partielle Spearman-Korrelationen zwischen den W8–W0-Veränderungen und dem Alter unter Kontrolle von W0 und Gruppe.

Über alle sechs Hauptendpunkte hinweg (zwei für den PANAS-Fragebogen) zeigt POEBRA (G1, n = 61) nach Holm-Bonferroni-Korrektur durchgängig größere und signifikantere Verbesserungen als die stille Praxis (G2, n = 64) (vgl. Tabelle 2, Zeilen F1, F2 und F3, bezeichnet als „innerhalb" für G1 und G2 sowie als „ANCOVA EMM" für den Gruppenunterschied):

- **Trait-Angst (STAI-Y2):** Die Angst nimmt in G1 deutlich ab (Δ = –10,46; SD = 8,45; Cohens d = −1,24), verglichen mit einer milden Abnahme in G2 (Δ = –2,34; SD = 6,90; d = −0,34). Der Gruppenkontrast [Δ = −8,07 (−10,66; −5,48), d = −1,05, p < 0,001] ergibt eine sehr große Effektstärke und bestätigt eine robuste angstlösende Wirkung von POEBRA.

- **Selbstwertgefühl (RSES):** Das Selbstwertgefühl steigt in G1 signifikant an (Δ = +4,41; SD = 4,22; d = +1,05), während G2 keine signifikante Veränderung zeigt (Δ = +0,84). Der Gruppenunterschied [Δ = 3,37 (+2,06; +4,67), d = +0,88, p < 0,001] weist auf einen starken Effekt hin, was mit einer stärkeren Selbstwertschätzung unter POEBRA übereinstimmt. Ein leichter Verstoß, der bei RSES festgestellt wurde (Interaktion W0 × Gruppe, p = 0,044), sollte diese Interpretation jedoch relativieren.

- **Selbstmitgefühl (SCS):** Die Teilnehmenden von G1 zeigen einen starken Anstieg des Selbstmitgefühls (Δ = +0,78; SD = 0,60; d = +1,30), verglichen mit einem moderaten Zuwachs in G2 (Δ = +0,26; SD = 0,55; d = +0,47). Der Gruppenkontrast [Δ = 0,54 (+0,36; +0,72), d = +0,91, p < 0,001] zeigt eine große Effektstärke und bestätigt, dass POEBRA das Selbstmitgefühl erheblich steigert.

- **Körperwahrnehmung (MAIA-2):** Auch die Verbesserung der interozeptiven Wahrnehmung fällt in G1 höher aus (Δ = +0,89; SD = 0,65; d = +1,36) als in G2 (Δ = +0,35; SD = 0,64; d = +0,55). Der geschätzte Gruppenunterschied [Δ = +0,66 (+0,45; +0,88), d = +0,83, p < 0,001] spiegelt einen weiteren starken Effekt wider und deutet darauf hin, dass POEBRA die Körper-Geist-Verbindung wirksamer stärkt. Bei der Annahme der Varianzhomogenität (HOV) wurde allerdings ein Verstoß festgestellt (Interaktion W0 × Gruppe, p = 0,007), was zur Vorsicht bezüglich des genauen EMM-Werts mahnt, jedoch die Richtung des Effekts nicht beeinträchtigt: Die Größen der Effekte innerhalb der Gruppen selbst (G1: d = +1,36 vs. G2: d = +0,55, beide Holm-signifikant) bestätigen eine deutlich stärkere Verbesserung in G1.

- **Positiver Affekt (PANAS-PA):** G1 zeigt einen deutlichen Anstieg des positiven Affekts (Δ = +4,46; SD = 5,64; d = +0,79), während G2 stabil bleibt (Δ = +0,34, ns). Der Gruppenunterschied [Δ = 4,11 (+2,36; +5,86), d = +0,69, p < 0,001] entspricht einem mittleren bis starken Effekt und weist auf eine deutliche Verbesserung des emotionalen Wohlbefindens unter POEBRA hin.

- **Negativer Affekt (PANAS-NA):** Beide Gruppen reduzieren den negativen Affekt, jedoch stärker in G1 (Δ = –7,00; SD = 7,30; d = −0,96) als in G2 (Δ = –3,84; SD = 6,94; d = −0,55). Der Gruppenunterschied [Δ = −3,33 (−5,40; −1,26), d = −0,44, p = 0,002] stellt einen moderaten Effekt dar und bestätigt eine ausgeprägtere emotionale Entlastung unter POEBRA.

**Tabelle 2**

| Endpunkt | Vergleich | n | MW (SD) bei W0 | MW (SD) bei W8 | Effekt [Δ MW (SD) innerhalb / EMM (95 %-KI) zwischen] | Cohens d | p (Holm) |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| STAI-Y2 (Trait-Angst, primär) | G1 (innerhalb) | 61 | 52,20 (10,90) | 41,90 (10,70) | −10,46 (8,45) | −1,24 | <0,001 |
| | G2 (innerhalb) | 64 | 51,90 (10,30) | 49,80 (11,10) | −2,34 (6,90) | −0,34 | 0,025 |
| | G1–G2 (ANCOVA EMM) | 125 | — | — | −8,07 [−10,66; −5,48] | −1,05 | <0,001 |
| RSES (Selbstwertgefühl, sekundär) | G1 (innerhalb) | 61 | 27,30 (6,14) | 31,80 (5,00) | +4,41 (4,22) | +1,05 | <0,001 |
| | G2 (innerhalb) | 64 | 28,50 (5,57) | 29,00 (5,90) | +0,84 (3,87) | +0,22 | 0,172 |
| | G1–G2 (ANCOVA EMM) | 125 | — | — | +3,37 [+2,06; +4,67]† | +0,88 | <0,001 |
| SCS (Selbstmitgefühl, sekundär) | G1 (innerhalb) | 61 | 2,54 (0,70) | 3,34 (0,70) | +0,78 (0,60) | +1,30 | <0,001 |
| | G2 (innerhalb) | 64 | 2,54 (0,62) | 2,78 (0,60) | +0,26 (0,55) | +0,47 | 0,001 |
| | G1–G2 (ANCOVA EMM) | 125 | — | — | +0,54 [+0,36; +0,72] | +0,91 | <0,001 |
| MAIA-2 (Interozeption, sekundär) | G1 (innerhalb) | 61 | 2,56 (0,93) | 3,44 (0,72) | +0,89 (0,65) | +1,36 | <0,001 |
| | G2 (innerhalb) | 64 | 2,15 (0,79) | 2,49 (0,95) | +0,35 (0,64) | +0,55 | <0,001 |
| | G1–G2 (ANCOVA EMM) | 125 | — | — | +0,66 [+0,45; +0,88]‡ | +0,83 | <0,001 |
| PANAS-PA (positiver Affekt, sekundär) | G1 (innerhalb) | 61 | 29,50 (5,97) | 34,20 (5,33) | +4,46 (5,64) | +0,79 | <0,001 |
| | G2 (innerhalb) | 64 | 29,90 (6,62) | 30,10 (6,15) | +0,34 (6,19) | +0,06 | 0,658 |
| | G1–G2 (ANCOVA EMM) | 125 | — | — | +4,11 [+2,36; +5,86] | +0,69 | <0,001 |
| PANAS-NA (negativer Affekt, sekundär) | G1 (innerhalb) | 61 | 26,30 (7,82) | 19,40 (6,51) | −7,00 (7,30) | −0,96 | <0,001 |
| | G2 (innerhalb) | 64 | 26,80 (8,12) | 22,90 (7,40) | −3,84 (6,94) | −0,55 | <0,001 |
| | G1–G2 (ANCOVA EMM) | 125 | — | — | −3,33 [−5,40; −1,26] | −0,44 | 0,002 |

*Psychometrische Endpunkte: Veränderungen innerhalb der Gruppen (G1, G2) und ANCOVA-Kontraste zwischen den Gruppen (W8–W0).*

G1 (n = 61) und G2 (n = 64) beziehen sich auf die beiden im Methodenteil definierten Teilnehmergruppen. W0 = Ausgangswert (Woche 0, vor dem achtwöchigen Programm); W8 = nach der Intervention (Woche 8). Die Studie berichtet einen primären Endpunkt (STAI-Y2 Trait-Angst) und fünf sekundäre Endpunkte (RSES, SCS, MAIA-2, PANAS-PA, PANAS-NA). Instrumente und Bewertungsrichtung (höher = mehr des Konstrukts): STAI-Y2, State-Trait-Angstinventar, Trait-Subskala; RSES, Rosenberg-Selbstwertskala; SCS, Self-Compassion Scale, Gesamtwert; MAIA-2, Multidimensional Assessment of Interoceptive Awareness, Version 2, Gesamtwert (berechnet als Mittelwert aus 6 der 8 Subskalen; siehe Methoden); PANAS-PA / PANAS-NA, Positive Affect / Negative Affect Schedule. Wertebereiche und Bewertungsrichtungen aller Instrumente sind im Methodenteil definiert.

Spaltenerklärungen: MW (SD) bei W0 / bei W8 = Gruppenmittelwert und Standardabweichung des Rohwerts zu jedem Zeitpunkt. Effekt = Rohwert-Effekt auf der eigenen Skala des Instruments: für die Zeilen innerhalb der Gruppen (G1, G2) ist dies die mittlere Veränderung Δ MW (SD) = Mittelwert von (W8–W0) mit seiner Standardabweichung über die Teilnehmenden hinweg; für die Zeile zwischen den Gruppen (G1–G2 ANCOVA EMM) handelt es sich um die geschätzte Randmittel-Differenz zwischen den Gruppen bei der W8–W0-Veränderung nach Adjustierung für den Ausgangswert W0, mit dem zugehörigen 95%-Konfidenzintervall. Cohens d = standardisierte Effektstärke; die Interpretationskonventionen sind im Methodenteil definiert.

p (Holm) = Holm-Bonferroni-adjustierter p-Wert innerhalb jeder Familie von sechs Tests (innerhalb G1, innerhalb G2, zwischen den Gruppen); die statistischen Methoden werden im Methodenteil ausführlich beschrieben. Als <0,001 angegebene Werte liegen unter 10⁻³.

† Leichter Verstoß gegen die der ANCOVA zugrunde liegende Annahme der Homogenität der Steigungen (Interaktion W0 × Gruppe, p < 0,05): RSES (p = 0,044).

‡ Ausgeprägterer Verstoß: MAIA-2 (p = 0,007). Siehe Diskussion (Robustheit der ANCOVA-Schätzungen) und Zusatzmaterial S3 für Sensitivitätsanalysen, die Richtung und Signifikanz dieser beiden Effekte bestätigen.

Die beiden Verstöße gegen die der ANCOVA zugrunde liegende Annahme der Homogenität der Steigungen (Interaktion W0 × Gruppe, p < 0,05) veranlassten uns, nach möglichen Störfaktoren zu suchen. Die im Zusatzmaterial S3 detailliert dargestellten altersadjustierten Sensitivitätsanalysen ergaben jedoch nahezu identische EMM-Differenzen und bestätigten die Holm-Signifikanz für alle sechs Endpunkte. Wir betrachten die vorgeschlagene Interpretation daher als hinreichend robust, wenngleich weitere Bestätigungsstudien angezeigt wären.

### Korrelationen zwischen Veränderungen der psychometrischen Variablen (W8–W0)

Die Spearman-Korrelationen zwischen den W8–W0-Veränderungen (Tabelle 3) zeigen drei bemerkenswerte Muster über beide Gruppen hinweg:

1. Der stärkste Zusammenhang in beiden Gruppen besteht zwischen den Veränderungen des Selbstmitgefühls und der Reduktion der Trait-Angst (SCS ↔ STAI-Y2: ρ = −0,68 in G1, −0,64 in G2), was diesen Zusammenhang zur dominanten Kopplungsachse der psychoaffektiven Transformation unabhängig von der Praxisbedingung macht.

2. Veränderungen der interozeptiven Wahrnehmung (MAIA-2) stehen nur schwach mit den übrigen Endpunkten in Zusammenhang: In G1 erreicht keine der MAIA-2-Korrelationen Holm-adjustierte Signifikanz, während in G2 nur der Zusammenhang SCS ↔ MAIA-2 dies tut (ρ = +0,35).

3. Die Kopplung zwischen der Veränderung des negativen Affekts (PANAS-NA) und selbstbezogenen Veränderungen ist in G2 deutlich stärker als in G1 – insbesondere mit dem Selbstmitgefühl (ρ = −0,53 in G2 vs. −0,29 ns in G1) und dem Selbstwertgefühl (ρ = −0,37 in G2 vs. −0,35 ns in G1).

**Tabelle 3**

| Endpunkte | STAI-Y2 | RSES | SCS | MAIA-2 | PANAS-PA | PANAS-NA |
|---|---|---|---|---|---|---|
| STAI-Y2 | — | −0,482* | −0,644* | −0,282 | −0,344* | 0,567* |
| RSES | −0,643* | — | 0,360* | 0,192 | 0,166 | −0,374* |
| SCS | −0,680* | 0,560* | — | 0,351* | 0,385* | −0,528* |
| MAIA-2 | −0,321 | 0,220 | 0,229 | — | 0,316 | −0,187 |
| PANAS-PA | −0,520* | 0,263 | 0,339 | 0,222 | — | −0,313 |
| PANAS-NA | 0,366* | −0,351 | −0,286 | 0,088 | −0,348 | — |

*Spearman-Rangkorrelationen zwischen den W8–W0-Veränderungen für den primären Endpunkt (STAI-Y2) und die fünf sekundären Endpunkte (G1 unterhalb der Diagonale; G2 oberhalb der Diagonale).*

Siehe Tabelle 2 für die Abkürzungen der Endpunkte. Werte unterhalb der Diagonale entsprechen Gruppe G1 (n = 61); Werte oberhalb der Diagonale entsprechen Gruppe G2 (n = 64). Die Diagonale bleibt leer (—). Ein Sternchen (*) markiert Korrelationen, die nach Holm-Bonferroni-Korrektur innerhalb jeder Gruppe über die 15 Endpunktpaare hinweg signifikant sind (familienweises α = 0,05). Roh- und Holm-adjustierte p-Werte für alle 30 Korrelationen finden sich im Zusatzmaterial S4. Konventionen zur Interpretation der Größe: |ρ| = 0,10 = schwach, = 0,30 = mittel, ≥ 0,50 = stark.

Die beiden letztgenannten Muster – die partielle Unabhängigkeit der Interozeption und die selektive Entkopplung des negativen Affekts unter POEBRA – werfen die Frage auf, ob sich die latente Organisation der psychoaffektiven Veränderung zwischen den beiden Gruppen unterscheidet, über einen bloßen Unterschied in der Stärke der bivariaten Zusammenhänge hinaus. Roh- und Holm-adjustierte p-Werte für alle 30 Korrelationen sind im Zusatzmaterial S4 berichtet.

 Multivariate Analyse der Veränderungen (PCA)

Um diese Frage zu klären, wurde eine Hauptkomponentenanalyse (PCA) auf die W8–W0-Veränderungen der sechs Endpunkte angewendet, sowohl auf die Gesamtstichprobe (n = 125, wobei der Gruppenfaktor als zusätzliche qualitative Variable projiziert wurde) als auch getrennt innerhalb jeder Gruppe (Zusatzmaterial S2). Die erste Achse erfasst eine einheitliche Richtung des klinischen Nutzens, auf der alle sechs Endpunkte kohärent laden, und erklärt den größten Anteil der Varianz (56,5 % in der Gesamtstichprobe; 49,3 % in G1; 52,7 % in G2). Die Teilnehmenden von G1 werden entlang dieser mit dem Nutzen assoziierten Achse deutlich weiter projiziert als die Teilnehmenden von G2, mit begrenzter Überlappung zwischen den 95%-Gruppenellipsen (Abbildung 2), was mit den ANCOVA-Kontrasten übereinstimmt. Über diese gemeinsame erste Achse hinaus unterscheiden sich die latenten Organisationen der beiden Gruppen aufschlussreich. In G1 gruppiert die zweite Achse (18,5 % der Varianz) Veränderungen der interozeptiven Wahrnehmung mit Veränderungen des negativen Affekts (MAIA-2 trägt 57,6 % zur Achse bei; PANAS-NA 37,1 %) und bildet damit eine introspektiv-somatische Dimension ab. In G2 wird die zweite Komponente (14,3 %) von Veränderungen des positiven Affekts dominiert (PANAS-PA: 74,8 % der Achse), mit einer deutlich heterogenen Verteilung – der Variationskoeffizient der W8–W0-Veränderung von PANAS-PA ist in G2 etwa 14-mal höher als in G1; die introspektiv-somatische Dimension wird in G2 auf die dritte Achse verwiesen (MAIA-2: 59,7 %; PANAS-NA: 35,3 %). Eigenwerte, Ladungen, Beiträge und quadrierte Kosinusse für die drei Analysen sind im Zusatzmaterial S2 berichtet.

**Abbildung 2**

 Sensitivitätsanalysen zum Alter

Um zu überprüfen, dass die oben berichteten Gruppenunterschiede nicht durch das Alter der Teilnehmenden konfundiert sind, wurden drei Sensitivitätsanalysen an derselben Stichprobe durchgeführt (Zusatzmaterial S3). Erstens wurde die primäre ANCOVA mit dem Alter als zusätzlicher Kovariate neu geschätzt; die altersadjustierten EMM-Differenzen wichen um höchstens ein Hundertstel einer Einheit pro Skala von den primären Schätzungen ab und blieben für alle sechs Endpunkte Holm-signifikant. Zweitens wurde für jeden Endpunkt ein explorativer Interaktionsterm Gruppe × Alter getestet; keiner der sechs Tests näherte sich der Signifikanz (alle p > 0,49). Drittens waren die partiellen Spearman-Korrelationen zwischen den W8–W0-Veränderungen und dem Alter, unter Kontrolle von W0 und Gruppe, in ihrer Stärke gering (|ρ| ≤ 0,18), und keine erreichte Signifikanz bei α = 0,05 (kleinster p-Wert = 0,057 für SCS). Zusammengenommen deuten die drei Analysen darauf hin, dass die Größe des Gruppeneffekts auf den primären und die sekundären Endpunkte über den Altersbereich der Stichprobe hinweg homogen ist und durch eine Altersadjustierung nicht verändert wird.

Zusammengenommen zeigen diese inferenzstatistischen Ergebnisse: (i) eine kohärente multivariate Transformation entlang einer einheitlichen Nutzendimension über alle sechs Endpunkte hinweg, die in G1 wesentlich ausgeprägter ist als in G2; (ii) eine Achse Selbstmitgefühl ↔ Trait-Angst als dominante psychoaffektive Kopplung unabhängig von der Praxisbedingung; (iii) eine introspektiv-somatische Dynamik, die interozeptive Wahrnehmung und negativen Affekt einbezieht und in G1 eine strukturell zentrale Position einnimmt, in der autonomen Praxis jedoch auf eine sekundäre Achse verwiesen wird; (iv) eine für G1 spezifische Entkopplung der Veränderung des negativen Affekts von selbstbezogenen Veränderungen, die auf eine eigenständige Reorganisation der psychoaffektiven Architektur unter angeleiteter Praxis hindeutet; sowie (v) eine Homogenität des Gruppeneffekts über den Altersbereich von 20 bis 70 Jahren der Stichprobe, was die Verallgemeinerbarkeit dieser Befunde auf ein breites erwachsenes Publikum unterstützt.

Klinisch bedeutsame Veränderungen (MCID)

Über die statistische Signifikanz hinaus untersuchte die Analyse auch, ob die auf jeder psychometrischen Skala beobachtete Veränderungsgröße einer klinisch bedeutsamen Verbesserung für die Teilnehmenden entsprach, basierend auf dem minimal klinisch relevanten Unterschied (MCID). Abbildung 3 fasst die Verteilung der MCID über die sechs psychometrischen Variablen in beiden Gruppen zusammen. Die Veränderungen wurden entsprechend dem vordefinierten MCID (0,5 × SD bei W0) für jede Skala als positiv, negativ oder null eingestuft. Für STAI-Y2 und PANAS-NA wurde die Richtung der Veränderung umgekehrt, sodass „positiv" durchgängig eine klinische Verbesserung darstellt.

**Abbildung 3**

Die Abbildung zeigt einen deutlichen Vorteil von POEBRA (G1) gegenüber der stillen Praxis (G2). Der Anteil der Teilnehmenden mit einer klinisch bedeutsamen Verbesserung ist in G1 bei den meisten Variablen nahezu doppelt so hoch, mit Ausnahme des negativen Affekts (PANAS-NA), der sich in beiden Gruppen verbessert. Umgekehrt weist G2 einen wesentlich höheren Anteil an Personen ohne signifikante Veränderung auf, insbesondere bei den Skalen STAI-Y2, SCS, RSES und MAIA-2.

Insgesamt scheint POEBRA ein homogeneres und durchgängig günstigeres Reaktionsprofil zu fördern. Nur eine Person in G1 zeigte keine positive Veränderung, verglichen mit 13 in G2, während 15 Teilnehmende in G1 sich über alle Variablen hinweg verbesserten (gegenüber nur 4 in G2). Negative Muster waren selten und fast ausschließlich in G2 zu finden.

---

 Diskussion

Die vorliegende Studie zeigt, dass die Teilnahme am POEBRA-Programm, einer achtwöchigen strukturierten Ausbildung in Full-Presence-Meditation, bei Meditationsanfängern zu konsistenten und signifikanten Verbesserungen in zentralen psychoaffektiven Bereichen führt. Im Vergleich zur autonomen stillen Praxis führte POEBRA zu stärkeren Reduktionen der Trait-Angst und stärkeren Zunahmen von Selbstmitgefühl, Selbstwertgefühl, positivem Affekt und interozeptiver Wahrnehmung; der Gruppenkontrast erreichte bei allen Endpunkten eine große bis sehr große Effektstärke, mit Ausnahme des negativen Affekts (mittlere Effektstärke). Das Ausmaß dieser Verbesserungen ist nicht nur statistisch signifikant, sondern auch klinisch bedeutsam, da die Zugewinne über alle sechs Endpunkte hinweg in der POEBRA-Gruppe (G1) den Schwellenwert des minimal klinisch relevanten Unterschieds übertrafen, und zwar in einem wesentlich höheren Anteil als in der Stille-Gruppe (G2). Diese Befunde belegen die transformative Reichweite des Programms als integriertes Design und bestätigen die Relevanz eines verkörperten und angeleiteten pädagogischen Rahmens zur Förderung einer nachhaltigen psychologischen Transformation.

Das Ausmaß der hier berichteten Effektstärken liegt innerhalb der in der Meditationsliteratur berichteten Wertebereiche. Die Prä-Post-Werte von Cohens d innerhalb der Gruppe für die Teilnehmenden von G1 reichen über die sechs Endpunkte hinweg von 0,79 bis 1,36, was größtenteils das Profil unserer Stichprobe widerspiegelt: motivierte, selbst ausgewählte, meditationsunerfahrene Erwachsene mit erheblichem Verbesserungsspielraum zu Studienbeginn – eine Konstellation, die in von Praktizierenden gestalteten nichtklinischen Programmen durchgängig große Effekte innerhalb der Gruppen ergibt (vergleichbare Werte für das Mindful-Self-Compassion-Programm siehe entsprechende Literatur). Der methodisch angemessene Referenzwert für die Beurteilung des spezifischen Mehrwerts von POEBRA ist jedoch der mittels ANCOVA geschätzte Kontrast zwischen den Gruppen, der den Vorteil von G1 gegenüber G2 nach Adjustierung für Ausgangsunterschiede darstellt. Diese Gruppenkontraste (d = 0,44 bis d = 1,05) liegen innerhalb, teils leicht oberhalb der in achtwöchigen RCTs zu achtsamkeitsbasierten Interventionen berichteten Bereiche: d = 0,4–0,7 für Angst-Endpunkte, d = 0,6–1,1 für auf Selbstmitgefühl ausgerichtete Programme und d = 0,3–0,75 für Selbstwertgefühl und positiven Affekt in Übersichtsarbeiten zu den psychologischen Wirkungen achtsamkeitsbasierter Interventionen. Dass unsere Kontraste am oberen Rand dieser Referenzwerte liegen, spiegelt die Natur des Vergleichsdesigns wider – strukturierte, angeleitete Praxis vs. autonome, unangeleitete stille Praxis –, welches den vollständigen Mehrwert der strukturierten pädagogischen Gerüststruktur, ihres spezifischen meditativen Inhalts sowie der unspezifischen kontextuellen Faktoren einer strukturierten Teilnahme erfasst, wie im Abschnitt Einschränkungen anerkannt wird.

Die stärkste in der vorliegenden Stichprobe beobachtete psychoaffektive Kopplung – zwischen den Veränderungen im Selbstmitgefühl und der Trait-Angst, mit ρ = −0,65 bis −0,68 über beide Gruppen hinweg – steht im Einklang mit einem der robustesten Befunde in der Selbstmitgefühlsliteratur: einem starken inversen Zusammenhang zwischen Selbstmitgefühl und Angst, der über verschiedene Populationen und Interventionsformen hinweg repliziert wurde. Bemerkenswerterweise besteht diese Kopplung in beiden Gruppen unabhängig von der Praxisform, was darauf hindeutet, dass selbst die autonome Stille-Praxis auf natürliche Weise eine wohlwollende Haltung sich selbst gegenüber kultiviert, die wiederum die Reduktion ängstlicher Bewertungen zu unterstützen scheint. Dies steht im Einklang mit konzeptuellen Vorschlägen, die Selbstmitgefühl als einen der zentralen Wirkmechanismen kontemplativer Praktiken verorten, sowie mit früheren Arbeiten, die die Rolle verkörperter Wahrnehmung bei der Entwicklung von Selbstvertrauen und affektiver Resilienz hervorheben. Der spezifische Beitrag von POEBRA liegt vermutlich in der deutlich größeren Zunahme des Selbstmitgefühls, die durch die Integration körperzentrierter Aufmerksamkeit und reflektierender Anleitung erreicht wird, welche gemeinsam eine stabilere und verkörpertere Form der Selbstbeziehung fördern als die autonome Praxis allein.

Die Stellung der interozeptiven Wahrnehmung in den vorliegenden Befunden verdient eine eigene Diskussion. Über eine einfache Wahrnehmung des Körpers hinaus erfasst das MAIA-2-Instrument eine mehrdimensionale Beziehung zum gelebten Körper – eine verkörperte Selbsterfahrung, die Aufmerksamkeit für Empfindungen, emotionales Bewusstsein und die Kultivierung des Körpers als vertrauenswürdigen Verbündeten in der Selbstregulation umfasst. In der Hauptkomponentenanalyse (Zusatzmaterial S2) erfasst die erste Achse die Richtung des klinischen Nutzens, auf der sich alle sechs Endpunkte ausrichten, während die zweite erfasst, welche Dimension nach dieser Hauptausrichtung das größte strukturelle Gewicht bei der Erklärung der individuellen Variation trägt. In G1 (POEBRA-Teilnehmende) wird die zweite Achse durch Veränderungen der interozeptiven Wahrnehmung (MAIA-2: 57,6 % der Achse) und des negativen Affekts (PANAS-NA: 37,1 %) definiert: Das verkörperte affektive Register erweist sich als die strukturell zentralste Dimension. In G2 hingegen wird diese Dimension auf die dritte Achse verwiesen, verdrängt durch Veränderungen des positiven Affekts (PANAS-PA: 74,8 %, mit deutlich heterogener Verteilung). Die pädagogische Gerüststruktur verändert somit nicht die Richtung der Verbesserung, reorganisiert jedoch die strukturelle Bedeutung der Dimensionen, über die sie sich artikuliert: Mit strukturierter Anleitung wird die verkörperte Selbstwahrnehmung strukturell zentral und mit der affektiven Regulation verwoben; ohne sie dominiert die Heterogenität der Stimmungsreaktionen. Diese Artikulation steht im Einklang mit Modellen, die verkörperte Wahrnehmung ins Zentrum selbstbezogener und emotionaler Verarbeitung stellen, mit Forschung, die Interozeption als grundlegend für die psychische Gesundheit identifiziert, sowie mit empirischen Arbeiten, die verkörperte Wahrnehmung spezifisch mit emotionaler Regulation verknüpfen.

Wir möchten zudem einen weiteren markanten multivariaten Befund hervorheben: die Asymmetrie in der Kopplung zwischen der Veränderung des negativen Affekts und selbstbezogenen Veränderungen. In G2 sind Veränderungen des negativen Affekts eng mit Veränderungen des Selbstmitgefühls (ρ = −0,53), des Selbstwertgefühls (ρ = −0,37) und der Trait-Angst (ρ = +0,57) verbunden; in G1 ist diese Kopplung deutlich abgeschwächt (ρ zwischen −0,29 und +0,37, alle nach Holm-Korrektur nicht signifikant oder grenzwertig). Diese Asymmetrie legt nahe, dass POEBRA nicht nur ein größeres Ausmaß psychoaffektiver Veränderung kultiviert, sondern auch eine Reorganisation der Abhängigkeiten zwischen den Dimensionen der inneren Erfahrung. Insbesondere die Dämpfung der Verbindung zwischen Stimmung (negativer Affekt) und der kognitiv-bewertenden Dimension (Angst, Selbstmitgefühl, Selbstwertgefühl) entspricht dem, was die kontemplative Literatur als Dezentrierung oder metakognitive Wahrnehmung beschreibt: die Fähigkeit, die eigenen affektiven und kognitiven Zustände als vorübergehende Erfahrungen zu beobachten, statt als Wahrheiten über das Selbst. Diese Entkopplung ist einer der postulierten Mechanismen, durch die kontemplatives Training die emotionale Reaktivität verringert und die kognitiv-affektive Reaktion erweitert. Sie gilt in integrativen neurokognitiven Modellen kontemplativer Transformation als Marker metakognitiver Reifung – eine spezifische Form der Selbstregulation, die sich von der direkten Emotionsregulation unterscheidet. Die in G1 beobachtete strukturelle Entkopplung deutet somit darauf hin, dass POEBRA genau jene Art metakognitiver Wahrnehmung erzeugt, von der theoretisch angenommen wird, dass andere körperzentrierte kontemplative Pädagogiken sie fördern, wobei hier empirische Belege auf multivariat-architektonischer Ebene vorliegen und nicht nur auf der Ebene einzelner Endpunkte. Durch die Stärkung der Verbindung zwischen körperlichen Empfindungen, Aufmerksamkeitsregulation und emotionaler Wahrnehmung scheint POEBRA den Teilnehmenden zu helfen, ihre Selbstwahrnehmung in der gelebten körperlichen Erfahrung zu verankern. Dieser Verkörperungsprozess könnte die parallele Entwicklung von Selbstwertgefühl und Angstreduktion erklären: Während die Teilnehmenden lernen, ihre inneren Signale zu erkennen und ihnen zu vertrauen, entwickeln sie eine stabilere und wohlwollendere Beziehung zu sich selbst, was Selbstregulation und psychologische Integration fördert.

Die Homogenität des Gruppeneffekts über den Altersbereich von 20 bis 70 Jahren der Stichprobe, die im Zusatzmaterial S3 dokumentiert ist, birgt eine zusätzliche Implikation für die Interpretation der zugrunde liegenden Wirkmechanismen. Viele psychologische Interventionen zeigen eine altersabhängige Sensitivität, wobei jüngere oder ältere Erwachsene je nach der entwicklungsbezogenen Natur der angesprochenen Fähigkeit unterschiedlich reagieren. Die Tatsache, dass der POEBRA-Effekt über diese fünf Lebensjahrzehnte hinweg homogen ausfällt, deutet darauf hin, dass es sich bei dem, was das Programm vermittelt, um eine erlernbare Fertigkeit handelt – eine, die Erwachsene jeden Alters durch strukturierte Praxis erwerben können –, statt um eine an ein bestimmtes Stadium der biologischen oder kognitiven Entwicklung gebundene Fähigkeit. Diese Eigenschaft – zusammen mit der oben diskutierten multivariaten architektonischen Reorganisation – lädt zu weiterer Forschung zur Skalierbarkeit von POEBRA als nichtklinischer Intervention ein: Das Programm erscheint für ein breites erwachsenes Publikum einsetzbar, ohne dass eine stadienspezifische Anpassung erforderlich wäre, wobei die empirische Frage offenbleibt, wie Intensität und Dauer des strukturierten Rahmens an Subpopulationen mit spezifischen Bedürfnissen angepasst werden könnten.

 Einschränkungen

Mehrere Einschränkungen sind zu berücksichtigen. Alle Ergebnismaße beruhten auf Selbstauskunftsfragebögen, die zwar validiert sind, jedoch weiterhin sozialer Erwünschtheit und introspektiven Verzerrungen unterliegen können. Zudem beruhte das Screening auf psychiatrische oder neurologische Erkrankungen sowie auf die Einnahme von Psychopharmaka auf der Selbstauskunft der Teilnehmenden im Online-Anmeldefragebogen und wurde nicht durch eine standardisierte klinische Beurteilung untermauert. Weitere Forschung, die selbstberichtete Maße mit physiologischen Daten kombiniert, könnte eine neue Perspektive auf das Verständnis der verkörperten Veränderungsprozesse eröffnen. Wir gehen zudem davon aus, dass der Abgleich dieser Daten mit den Informationen aus den Erfahrungstagebüchern diese Verzerrungen bestätigen oder abschwächen sollte. Die Stichprobe bestand überwiegend aus Frauen und aus Freiwilligen, was die Verallgemeinerbarkeit einschränken kann. Zudem könnte der vollständig online durchgeführte Kontext, obwohl er für die Standardisierung vorteilhaft ist, das Engagement der Teilnehmenden auf eine Weise beeinflusst haben, die sich von Präsenzsitzungen unterscheidet. Und wie jede strukturierte Gruppenintervention beinhaltet POEBRA inhärent unspezifische Faktoren – die Präsenz der Kursleitung, sozialen Kontakt innerhalb der Gruppe, regelmäßiges wöchentliches Engagement und Erwartungseffekte im Zusammenhang mit der Teilnahme an einem benannten Programm –, die das vorliegende Design nicht von dem spezifischen Beitrag seines meditativen und verkörperten Inhalts trennen kann. Obwohl in der Literatur zu achtsamkeitsbasierten Interventionen abgestimmte aktive Vergleichsgruppen entwickelt wurden, um dieser Frage nachzugehen (z. B. das Health Enhancement Program für MBSR), weisen auch diese Designs methodische Herausforderungen auf, einschließlich einer unvollkommenen Abstimmung des Engagements der Lehrperson und von Erwartungseffekten. Das vorliegende zweiarmige Design – bei dem zwei Formen der Meditationspraxis verglichen werden, die sich im Vorhandensein oder Fehlen einer strukturierten und schrittweisen Pädagogik unterscheiden – wurde daher gewählt, um trotz der damit einhergehenden inhärenten Einschränkungen innerhalb eines kohärenten meditativen Rahmens zu bleiben. Weitere Studien wären wertvoll, um zu untersuchen, welche spezifischen Komponenten von POEBRA die Entwicklung eines verkörperten Selbstgefühls als zentralen Faktor der psychoaffektiven Regulation fördern.

Eine methodische Einschränkung, die spezifisch für die inferenzstatistischen Analysen ist, sollte ebenfalls erwähnt werden. Die Holm-Bonferroni-Korrektur wurde innerhalb jeder der drei vorab festgelegten Testfamilien angewendet, statt über alle 18 Tests hinweg, wenngleich das Ausmaß der Gruppenunterschiede (Cohens |d| ≥ 0,44 für alle sechs Kontraste) es unwahrscheinlich macht, dass die Schlussfolgerungen empfindlich auf diese Wahl reagieren.

---

 Schlussfolgerung

Über den Nachweis der klinischen Wirksamkeit hinaus regen diese Befunde zu einer breiteren Reflexion über die Prozesse kontemplativer Transformation an. POEBRA reduziert nicht einfach Angst oder steigert positive Emotionen; es fördert eine Reorganisation des Selbst durch verkörperte Kohärenz, bei der Wahrnehmung, Emotion und Kognition zu einer integrierten Erfahrung von Präsenz zusammenfließen. Die Konvergenz der Verbesserungen über mehrere Dimensionen hinweg stützt die Annahme, dass Meditation, wenn sie im Körper verankert und von reflektierender Anleitung begleitet wird, eine psychoaffektive Integration erleichtern kann, statt nur eine isolierte Symptomlinderung zu bewirken.

Letztlich scheint POEBRA einen kohärenten und wirksamen Rahmen für die Entwicklung verkörperter Selbstregulation und emotionaler Resilienz zu bieten. Die multivariaten Analysen legen darüber hinaus nahe, dass das Programm nicht nur wirkt, indem es das Ausmaß der psychoaffektiven Verbesserung verstärkt, sondern indem es die innere Architektur der Reaktion reorganisiert, mit einer charakteristischen Entkopplung der Stimmung von der kognitiv-bewertenden Dimension, die mit metakognitiver Reifung im Einklang steht. Die Altersunabhängigkeit des Gruppeneffekts unterstützt die Einsetzbarkeit des Programms für ein breites erwachsenes Publikum. Durch die Kombination von sensorischer Erkundung, metakognitiver Reflexion und relationaler Unterstützung hilft es Menschen, selbstkritische oder ängstliche Muster in ein mitfühlenderes und geerdeteres Selbstgefühl zu verwandeln. Diese Befunde unterstützen die Entwicklung körperbasierter kontemplativer Pädagogiken, die emotionale, kognitive und somatische Dimensionen integrieren, als Weg zu psychologischer Balance und Wohlbefinden.

---

 Erklärungen

**Erklärung zur Datenverfügbarkeit:** Die in dieser Studie präsentierten Datensätze sind in Online-Repositorien verfügbar. Name des Repositoriums und Zugangsnummer(n): https://doi.org/10.5281/zenodo.20312672.

**Ethikerklärung:** Die Studien mit menschlichen Teilnehmenden wurden von der Ethikkommission der Universität Fernando Pessoa (Comissão de Ética da Universidade Fernando Pessoa) genehmigt. Die Studien wurden im Einklang mit den lokalen gesetzlichen Bestimmungen und institutionellen Anforderungen durchgeführt. Die Teilnehmenden gaben ihre schriftliche Einverständniserklärung zur Teilnahme an dieser Studie.

**Autorenbeiträge:** AL: Formale Analyse, Verfassen – Originalentwurf, Methodik, Datenkuratierung, Validierung, Verfassen – Überprüfung und Bearbeitung, Untersuchung, Konzeptualisierung. HB: Verfassen – Überprüfung und Bearbeitung, Projektverwaltung, Verfassen – Originalentwurf, Konzeptualisierung, Betreuung, Validierung.

**Finanzierung:** Die Autorinnen erklären, dass für diese Arbeit und/oder ihre Veröffentlichung keine finanzielle Unterstützung erhalten wurde.

**Interessenkonflikt:** Die Autorinnen erklären, dass diese Arbeit ohne kommerzielle oder finanzielle Beziehungen durchgeführt wurde, die als potenzieller Interessenkonflikt ausgelegt werden könnten.

**Erklärung zu generativer KI:** Die Autorinnen erklären, dass bei der Erstellung dieses Manuskripts keine generative KI verwendet wurde.

Jeglicher alternative Text (Alt-Text), der in diesem Artikel zu Abbildungen bereitgestellt wird, wurde von Frontiers mit Unterstützung künstlicher Intelligenz erzeugt; es wurden angemessene Anstrengungen unternommen, um die Genauigkeit sicherzustellen, einschließlich einer Überprüfung durch die Autorinnen, wo immer möglich.

**Hinweis des Verlags:** Alle in diesem Artikel geäußerten Aussagen sind ausschließlich diejenigen der Autorinnen und geben nicht notwendigerweise die Position ihrer zugehörigen Organisationen oder die des Verlags, der Herausgeber und der Gutachter wieder. Für jegliches Produkt, das in diesem Artikel bewertet werden könnte, oder jegliche Behauptung, die von dessen Hersteller aufgestellt werden könnte, übernimmt der Verlag keine Gewähr und keine Befürwortung.

---

Zusatzmaterial

Das Zusatzmaterial zu diesem Artikel ist online verfügbar unter: https://www.frontiersin.org/articles/10.3389/fpsyg.2026.1833806/full#supplementary-material

---

Schlüsselwörter

Verkörperte Selbstbeziehung, Full-Presence, Interozeption, erfahrungsbasiertes Lernen, Meditation, Selbstmitgefühl, Selbstwertgefühl, Trait-Angst

## Zitation

Lieutaud A und Bourhis H (2026) Learning Full-Presence meditation using POEBRA: impacts on self-esteem, benevolence, and anxiety. Front. Psychol. 17:1833806. doi: 10.3389/fpsyg.2026.1833806

**Eingegangen:** 18. März 2026
**Überarbeitet:** 20. Mai 2026
**Angenommen:** 08. Juni 2026
**Veröffentlicht:** 02. Juli 2026
**Band:** 17 – 2026

**Herausgeber:** Javier Garcia-Campayo, Universität Zaragoza, Spanien

**Gutachter:** Eleonora Malloggi, Universität Trient, Italien; Fikret Gulacti, Erzincan Binali Yildirim Universität, Türkei

**Copyright:** © 2026 Lieutaud und Bourhis. Dies ist ein Open-Access-Artikel, der unter den Bedingungen der Creative-Commons-Namensnennungslizenz (CC BY) verbreitet wird. Nutzung, Verbreitung oder Vervielfältigung in anderen Foren ist gestattet, sofern die ursprünglichen Autorinnen und der/die Urheberrechtsinhaber genannt werden und die Originalveröffentlichung in dieser Zeitschrift gemäß anerkannter akademischer Praxis zitiert wird. Jede Nutzung, Verbreitung oder Vervielfältigung, die diesen Bedingungen nicht entspricht, ist nicht gestattet.

**Korrespondenz:** Anne Lieutaud, [email protected]

---

*Hinweis: Das umfangreiche Literaturverzeichnis (45 Referenzen) sowie die Original-Abbildungen und das Zusatzmaterial wurden aus Platzgründen in dieser Übersetzung nicht vollständig wiedergegeben, können jedoch auf Anfrage ergänzt werden. Die Originalquelle ist unter der oben genannten DOI abrufbar.*